Die richtige Kreditkarte passend zu Ihren Bedürfnissen und Konsumverhalten

Auch bei den Kreditkarten darf man nicht vergessen, dass Kreditkartenunternehmen ihr Geld mit den entsprechenden Gebühren und hohen Schuldzinsen verdienen. Daher sollte man seine Kreditkartenabrechnungen immer vollständig begleichen, ansonsten kann die Kreditkarten-Nutzung teurer ausfallen als ein Privatkredit. Wer sich für eine Kreditkarte entscheiden sollte, sollte dies mit seinem Konsumverhalten abwägen und sich genau überlegen, wie man die Kreditkarte nutzen möchte. Außerdem gilt auch hier, äußerst vorsichtig zu sein und seine Kreditkarte nur von seriösen Kreditunternehmen oder Banken ausstellen zu lassen, da sich unter den vielen etablierten Anbietern auch falsche Herausgeber tummeln, für deren Plastikkarte Sie am Ende viel zu viel Gebühren bezahlen müssen. Die Jahresgebühren können zwischen 0 und aber auch 100 Euro oder gar 600 Euro betragen, für Kreditkarten mit Gold- oder Platinstatus.

Ferner stehen den Verbrauchern Kreditkarten zur Verfügung, die einem das Sammeln von Rabatt-Punkten ermöglichen. Zum Beispiel kann man mit der Kreditkarte der Lufthansa oder Eurowings Flugmeilen sammeln oder, wer viel mit dem Auto unterwegs ist, kann eine Kreditkarte wählen, die einen Tankrabatt einbringt. Verreisen Sie viel oder sind häufig im Ausland unterwegs, dann empfiehlt es sich die Nutzung einer Karte, die Gebühren für das Abheben an Geldautomaten im Ausland und das Bezahlen in einer anderen Währung als Euro, gering hält.

Die richtige Kreditkarte finden

Gold- und Platinkarten – bringen dem Inhaber zwar viele Gratis-Zusatzleistungen, wie Rabattsysteme, Versicherungsschutz und viele weitere Sonderleistungen, allerdings sind diese mit höheren Jahresgebühren verbunden.

Kostenlose Kreditkarten – ob sich eine kostenlose Kreditkarte wirklich lohnt, sollte mit den Konditionen und Zusatzleistungen gebührenpflichtiger Kreditkarten verglichen werden. Oftmals lässt sich mit kostenpflichtigen Kreditkarten nicht nur jede Menge an zeitlichem Aufwand sparen, sondern auch bares Geld. Für Inhaber, die nur sehr selten Plastik-Geld zum Einsatz kommen lassen und ein paarmal im Jahr online einkaufen, kann sich eine kostenlose Kreditkarte dennoch lohnen.

Prepaid-Karten – der Zahlungsverkehr wird ausschließlich über das vorab eingezahlte Guthaben abgewickelt. Die Nutzung dieser Kreditkarten-Variante ist mit hohen Gebühren verbunden und eignet sich daher vor allem für Jugendliche oder für Personen mit schlechtem Schufa-Score, die keine andere Karte bekommen.

Kreditkartengesellschaften

Während MasterCard und VISA ihre Kreditkarten über Lizenz- und Kooperationspartner auf dem deutschen Markt vertreiben, bieten American Express (Amex) und Diners Club ihre Kreditkarten eigenständig an.

MasterCard und Visa-Karte eignen sich vor allem, wenn man in exotische Gebiete reist, da sie von beinah allen Geschäften und Hotels akzeptiert werden, im Gegensatz zur American Express und der Diners Club.

Die verschiedenen Varianten der Abrechnung

Revolving-Kreditkarten kann man mit einem Ratenkredit vergleichen, da sie ähnlich funktionieren. Dies ist die wohl bekannteste Kreditkarten-Variante. Sie verfügt über einen eigenen Kreditrahmen. Bei dieser klassischen Kreditkarte mit in der Regel zinsfreiem Zahlungsziel (bei monatlicher Komplett-Abrechnung), muss man zumeist eigenständig für den Kontoausgleich sorgen. Man erhält je nach Bonität einen persönlichen Kreditrahmen, sowie die entsprechenden Rückzahlungsbedingungen gestellt. Man kann Mindest- oder Festbeträge vereinbaren. Schöpft man den Verfügungsrahmen aus, wird dem Inhaber eine Rückzahlung in monatlichen Teilzahlungsraten eingeräumt, die zum Beispiel 5 bis 10 Prozent des Umsatzes betragen kann. Hierfür können jedoch auch Sollzinsen anfallen, die von der ausstellenden Bank oder des Kreditunternehmens festgelegt werden und nicht von MasterCard oder Visa. Da es sich hierbei, um eine Kombination aus Karte und Rahmenkredit handelt, wird das Revolving-Konto im Soll geführt. Diese Karten eignen sich für Kunden mit Kreditbedarf. Zudem können sie mit MasterCard-, Maestro- oder VISA-Zusatzfunktionalität erweitert werden. Dem Kunden stehen zumeist auch Vergünstigungen, wie Tankrabatte, durch die Kreditkarte zur Nutzung. Allerdings gestalten sich die Kreditzinsen äußerst hoch. Bei kurzfristigen Kreditbedarf, wäre daher ein günstiger Privatkredit, wohl deutliche besser geeignet. Eine starke Stellung haben zum Beispiel die Produkte der spanischen Grupo Santander – 1plusVISA-Card, SunnyCard, CleverCard und X-ite Card der Santander Consumer Bank.

Bei Charge-Karten laufen alle Kartenumsätze eines Monats in eine Abrechnung zusammen und werden monatlich vom Konto abgebucht. Die automatisch geführten Abbuchungen erfolgen direkt vom angegebenen Referenzkonto. Es werden keine Zinsen für die Zeit zwischen Zahlung und Buchung berechnet. Somit hat man die Möglichkeit, das Minus am Ende des Abrechnungszeitraums einfach wieder auszugleichen und kann verhindern, in den Dispo zu rutschen.

Prepaid-Kreditkarten müssen zunächst vom Inhaber mit einem Guthaben aufgeladen werden, um genutzt werden zu können. Bei dieser Variante besteht kein Kreditrahmen, allerdings fallen in der Regel höhere Gebühren an als bei kostenlosen Kreditkarten.

Bei den Debitkarten, wie zum Beispiel der EC-, Giro- oder Maestro-Card, wird der Umsatz direkt vom zugehörigen Girokonto abgebucht.

Zusatzleistungen

Wer auf Zusatzleistungen nicht verzichten möchte, kann sich eine Gold- oder Platinkarte bestellen. Allerdings verlangen Kreditunternehmen hierfür meist höhere Jahresgebühren sowie häufig erhebliche Gebühren im Zahlungsverkehr. Zwischen Null und 500 Euro pro Jahr verlangen Kreditkarten-Anbieter für diese Produkte und die damit gewährten Sonderleistungen. Als Zusatzleistungen erhalten Sie zum Beispiel:

  • Haftpflicht-, Rechtsschutz- oder Reiseversicherung (Reiserücktrittsversicherung), sowie eine Vollkaskoversicherung für den Mietwagen, Kfz -Schutzbrief;
  • Familienmitglieder sind mitversichert;
  • Einkaufsversicherungen;
  • Individuelle Motive auf der Vorderseite;
  • Rabatte wie Flugmeilen, Cash-Back-Programme;
  • speziellen Service wie zum Beispiel Zugang zu Airport-Lounges.

Die anfallenden Gebühren

Neben der Jahresgebühr oder auch Gebühren für eine Ersatz-, Zweit- oder Partnerkarte, können in erster Linie, folgende Gebühren berechnet werden:

  • Fremdwährungsgebühr – diese Gebühren werden berechnet, wenn Sie in einer anderen Währung als Euro bezahlen. Zumeist werden sie als Prozentsatz des zu begleichenden Betrages berechnet. Zudem kann auch ein Kurszuschlag anfallen.
  • Abhebegebühr – diese Gebühren können bei Abhebungen an Geldautomaten oder Zahlungen im Ausland anfallen.
  • Zahlungsziel – bei manueller Begleichung der kompletten Monatsabrechnung innerhalb des vereinbarten Zahlungsziels, fallen grundsätzlich keine Sollzinsen an. Das ist zum Beispiel bei Charge-Kreditkarten möglich, aber auch bei Revolving-Kreditkarten mit Zahlungsziel.
  • Kreditzinsen – zahlen Sie den ausgegebenen Betrag in Raten zurück, werden Ihnen hierfür Kreditzinsen berechnet. Diese Sollzinsen sind deutlich höher im Vergleich zum Privatkredit. Daher sollte man diese Leistung nur im Ausnahmefall nutzen.